Eine Frage der Macht?

Stand 2016: Mira Krebs studiert Interdisziplinäre Anthropologie an der Universität Freiburg. Anfang 2016 war sie als Praktikantin beim Korea Verband tätig. Ihr Grundstudium der Integrierten Koreastudien hat sie an der FU Berlin absolviert.
Dieser Artikel ist erstmals 2016 in der Printausgabe vom Koreaforum 25 erschienen.

Medienfreiheit in Südkorea

Ende Juli bis Anfang August, das ist der »zweite der drei Hunde«, wie man in Korea sagt. Damit sind die heißesten Tage des Jahres gemeint. Sich vom 27. Juli bis zum 2. August mitten auf den Gwanghwamun-Platz zu setzen, um einen Hungerstreik abzuhalten? Der Asphalt brennt und bei bis zu 40° C wirkt die Stadt wie eine Wärmeinsel. Wenn man dort mitten auf dem Platz sitzt und vor Hunger nicht mal reden kann, dann kann das nicht das Schlimmste sein. 

Mit diesen Worten leitet die koreanische Zeitung Kyunghyang Shinmun einen Artikel über Lee Seok-Tae, den Vorsitzenden der Sonder-Untersuchungskommission für das Sewol-Unglück im April 2014, ein. Die von der koreanischen Regierung einberufene unabhängige Untersuchungskommission war damit beauftragt, die Hintergründe des Fährunglücks, bei dem 304 Menschen – darunter über 250 Schülerinnen und Schüler – ums Leben kamen, zu untersuchen. Es sollten die genauen Umstände des Untergangs der Sewol-Fähre sowie die Verantwortlichen ermittelt werden. Außerdem war es Aufgabe der Kommission, den Überlebenden und Angehörigen der Todesopfer unterstützend zur Seite zu stehen und neue Maßnahmen zur Katastrophenprävention zu bestimmen. 

Weshalb der Vorsitzende der Untersuchungskommission und weitere Mitglieder sich erneut in den Hungerstreik begeben haben, obwohl die Frist für die Untersuchung laut »Sewol Special Act« Ende Juni ausgelaufen ist, hat mehrere Gründe. Einer der Hauptgründe ist, dass die Regierung ihre Versprechen nicht gehalten hat, indem sie das Budget des Untersuchungsausschusses kürzte, Mitglieder1 In diesem Artikel wird das generische Maskulinum der Originalübersetzung beibehalten. der regierenden Partei die Zusammenarbeit verweigerten und über das offizielle Datum des tatsächlichen Beginns der Untersuchung Uneinigkeit herrscht. Vor allem aber sind noch immer nicht alle Details offengelegt und die neun toten Körper der Vermissten noch nicht geborgen, wie die südkoreanische Präsidentin Park Geun-Hye im Aufruhr nach dem Untergang den verzweifelten Angehörigen versprochen hatte. 

Die Kyunghyang Shinmun gehört mit dem Hankyoreh zu den wenigen progressiven Zeitungen in Südkorea. Beide sind nicht im Besitz von Unternehmenskonglomeraten, wie viele andere Medien in Südkorea, sondern von Gesellschaftern, die sich aus Privatpersonen und Arbeitern der Medieninstitutionen zusammensetzen. Im Unterschied zu den sonstigen Medienhäusern sind sie daher politisch und wirtschaftlich unabhängiger und ihre Berichterstattung ist bürgernah und mittig- bis mittig-links-orientiert. 

Anders als die Kyunghyang Shinmun schrieb die regierungsnahe Chosun Ilbo in einem Artikel über das Sewol-Unglück, welch immense Kosten durch die Rettungsaktion, die Kompensationszahlungen an die Hinterbliebenen und die Bergung des Schiffes voraussichtlich anfallen werden, die hauptsächlich vom Steuerzahler zu begleichen seien. Vielleicht seien deshalb so viele gegen die Bergung der Schiffwracks, weil nicht sicher sei, ob damit die toten Körper der restlichen Vermissten gefunden werden, mutmaßt die Chosun Ilbo. Und obwohl bei anderen Katastrophen viel mehr Menschen starben, stürze gerade die Sewol-Tragödie die koreanische Gesellschaft in unerhörtes Chaos und Zwietracht. Es sei nun an der Zeit, die Tragödie hinter sich zu lassen, findet die Chosun Ilbo 2015, ein Jahr nach dem Unglück. Obwohl die Haltungen unterschiedlich ausfallen, haben konservative Medien wie Chosun Ilbo in Südkorea die größte Leserschaft. Die gegenwärtige Regierung findet immer wieder Gründe, Journalisten und Menschen, die in der Öffentlichkeit Kritik an Regierungsangehörigen üben, vor Gericht zu stellen. Häufig geht es dabei um Delikte, die unter die Freiheit des persönlichen Ausdrucks – sprich, Presse-, Rede- und Kunstfreiheit der demokratischen Verfassung Südkoreas fallen. Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen gilt als »Watchdog« der Pressefreiheit und führt Südkorea auf Grund »erkennbarer Probleme« auf seiner jährlichen Rangliste auf Platz 70 von 180 Ländern. 

In Südkorea funktioniert das Mediensystem anders als zum Beispiel in den englischsprachigen Ländern USA, Kanada und Großbritannien, wo es einen entwickelten Markt für Massenmedien gibt und eine hohe Professionalität in der Medienbranche herrscht2 Rhee, Cho, Song and Jung (2011). »South Korean Media System: Toward a Democratization Model«, Korean Social Science Review, Vol. 1, No. 1, 303-337. Sa, Eun-Suk (2013). »Distorted Democracy and Freedom of the Press under Capitalism« International Journal of Humanities and Social Science Vol. 3 No. 11, 161-171. . Doch auch in Südkorea haben sich in der jüngeren Vergangenheit alternative Medien herausgebildet, die sich für eine unabhängige objektive Berichterstattung engagieren. 

INVESTIGATIV UND GEMEINNÜTZIG: NEWSTAPA 

Das Korean Center for Investigative Journalism (KCIJ), ist eine dieser neuen alternativen Medieneinrichtungen in Südkorea. Dabei ging ihr Videokanal »Newstapa« aus einer journalistischen Krise hervor, als 2012 erstmals seit der Einführung eines demokratischen Staatssystems ein mehrwöchiger Streik von Journalisten und Reportern der leitenden staatlichen und privaten Rundfunkanstalten stattfand. Einige von den Protestierenden kündigten ihre Jobs oder wurden entlassen, woraufhin sie das erste gemeinnützige Journalismus-Recherchebüro in Südkorea, beziehungsweise in ganz Asien, gründeten. Anspruch der Initiatoren war es, unparteiischen Journalismus zu betreiben, der Themen aufgreift, die in der medialen Öffentlichkeit bisher keine Beachtung gefunden hatten. Anfangs arbeitete das KCIJ mangels finanzieller Mittel unter provisorischen Bedingungen, konnte sich aber trotzdem – auch durch die Unterstützung prominenter Nachrichtensprecher und Moderatoren – profilieren. 

Bald verzeichnete Newstapa steigende Mitgliedszahlen. Die Enthüllungen zu den Manipulationen bei den Präsidentschaftswahlen durch den südkoreanischen Geheimdienst führten zu einem sprunghaften Anstieg – von unter 10.000 auf knapp 30.000. Die kritische Berichterstattung über die Hintergründe der Sewol brachten erneut einen Schwung Mitglieder. Derzeit wird Newstapa von fast 40.000 Abonnenten (Stand September 2016) bezogen, die einen monatlichen Beitrag zur Erhaltung und Fortführung des Senders zahlen. Die etwa 30 Mitarbeiter richten ihren Fokus auf schwerwiegende Skandale aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie verschreiben sich dabei den Prinzipien der Objektivität und Parteilosigkeit und stehen der Annahme von Spenden ablehnend gegenüber um sich auf tiefgehende, ausdauernde Berichterstattung zu konzentrieren und die ausgewählten Fälle bis zur Aufklärung kritisch zu verfolgen3 Choi, Kihoon (2016). Vortrag bei der Veranstaltung »Die Wahrheit soll nicht untergehen: Südkoreas investigativer Journalismus im Aufwind« am 15. April 2016 in der Werkstatt der Kulturen.

Newstapa ist nicht der erste oder einzige regierungskritische Podcast in Südkorea und auch nicht das Format mit den höchsten Einschaltquoten, wenn man es mit anderen Formaten wie »Naneun Ggomsuda«, OhMyNews oder »Kim Ou-Joon‘s Papais!« vergleicht. Dennoch ist es ein Vorbild auf dem Weg für eine freiere Presse in Südkorea. 

JOURNALISMUS IM WANDEL DER MÄCHTIGEN 

Während der amerikanischen Besatzungszeit von 1945 bis 1948 galt zunächst das Gebot der Pressefreiheit. Allerdings setzten die Amerikaner Maßnahmen zur Regulierung und Zensur von Zeitungsmedien durch, insbesondere der kommunistischen Presse. Rhee Syng-Man führte die in der Verfassung garantierte Pressefreiheit in der Theorie fort, doch schloss sich sein Griff um die Medien mit dem Schwinden seiner Machtposition als Präsident zusehends. Während und kurz nach dem Koreakrieg herrschte starke Zensur und einseitige Berichterstattung, zudem waren die finanziellen Mittel knapp und es kam zu Schließungen von Zeitungshäusern. Jedoch garantierte die zweite Republik unter Chang Myon (1960-61) eine weitreichende Pressefreiheit, was eine kurze Blütezeit des Zeitungsmarktes ermöglichte. 

In den 60er Jahren stabilisierte sich der Zeitungsmarkt, auch wegen staatlicher finanzieller Anreize für die Zeitungsproduktion. Vor allem profitierten städtische Zeitungshäuser, wohingegen Nachrichtenagenturen und lokale Zeitungen auf dem Land geschlossen oder zusammengelegt wurden. Allerdings litt die Freiheit der Presse Südkoreas unter den repressiven Maßnahmen der Militärregime und wurden besonders von Park Chung-Hee missbraucht, der seine »Führung der Modernisierung« durchsetzen wollte und die Medien zum Propagandainstrument umfunktionierte. Das Park-Regime forderte die Zensur sämtlicher Medien, was zu einer Selbstzensur der betroffenen Institutionen führte. Änderungen im Mediengesetz 1973 befähigten den Präsidenten dann zur absoluten Kontrolle, da er sich ein alleiniges Zensurrecht verschaffte. Die staatlichen Eingriffe waren Vorzeichen für die Strukturen der späteren Monopolisierung der Medien.4 Rhee, Cho, Song and Jung (2011). »South Korean Media System: Toward a Democratization Model«, Korean Social Science Review, Vol. 1, No. 1, 303-337.  

Nicht alle Journalisten und Arbeiter in den Medienhäusern nahmen die Einschränkungen ihrer Ausdrucksfreiheit ohne weiteres hin und so kam es mehrmals zu Protesten, denen sich auch andere Gruppen aus der Bevölkerung anschlossen. Ein Beispiel dafür war die »Erklärung für die Freiheit der Medien« der Donga Ilbo. Hiermit reagierten die Angestellten der Donga Ilbo auf die Reversion der Mediengesetze von 1973. Infolge der Erklärung und dem Zuwachs an Unterstützern aus der Bevölkerung entstand eine Bewegung, die sich aktiv für die Freiheit der Medien einsetzte. Bald lenkte die Regierung Parks ein, zwang allerdings Werbekunden zur Abkehr der Schaltung von Anzeigen in der Donga Ilbo, um den Widerwilligen die ökonomische Grundlage ihrer Aktivitäten zu entziehen. Verschiedene Unterstützer der Zeitung kauften daraufhin privat Werbefläche in der Zeitung, um diese zu unterstützen. Letztendlich mussten die Journalisten ihre Arbeit jedoch einstellen, da finanzielle Mittel fehlten und die Regierung veranlasst hatte, dass mehr als 100 Arbeiter entlassen werden.5 Sa, Eun-Suk (2009). »Development of Press Freedom in South Korea since Japanese Colonial Rule«, Asian Culture and History, Vol. 1, No. 2, 3-17.  

Wenig veränderte sich, als Chun Doo-Hwan die diktatorische Herrschaft Parks fortsetzte. Trotz verfassungsbasierter Freiheitsrechte für die Presse wurden Journalisten daran gehindert, Kritik an der Regierung zu üben. Weiterhin wurde eine strenge Kontrolle über die Medien ausgeübt und es tat sich eine Kluft auf zwischen Befürwortern des Regimes und ihren Gegnern, die als kommunistisch und »Pro-Nordkorea« galten. Die öffentlichen Rundfunkanstalten KBS und Yonhap gingen aus der Zeit der uneingeschränkten Kontrolle durch die Regierung hervor. Ein historisches Symbol, das die Monopolstellung des Staates in den Medien charakterisierte.6 Schwitzer, Klemens (2010). Kulturelle Grundlagen der Medialisierung in Südkorea: Eine qualitative Studie am Beispiel der Fernsehnutzung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 84.

Mit der Demokratisierung 1987 erfuhren die Medien in Südkorea eine rasante Entwicklung. Die Freiheit der Presse wurde in der neuen Verfassung festgeschrieben, Gewerkschaften und Journalistenverbindungen wurden gebildet, und es entstand ein freier Markt für Medien. Auch wenn die Journalisten nun ungehinderter als zuvor ihrer Arbeit nachgehen konnten, wurden innerhalb der Medienorganisationen viele entscheidende Positionen von denselben Personen weitergeführt, die bereits unter den Militärregimen leitende Posten innehatten. 

Allgemein zeigte sich, dass die Demokratie unter den Zivilregierungen aufgebaut wurde, sich aber noch nicht gefestigt hatte. Die Parteien waren tendenziell schwach, die Zivilgesellschaft noch immer zerrüttet und in der Medienbranche herrschte ein niedriger Grad an Professionalität. Das zeigte sich unter anderem an der Rolle, die die Medienanstalten nun einnahmen: Sie traten häufig anstelle der politischen Parteien als Meinungsmacher auf und nutzten die sozialen Konflikte des Landes zum eigenen Vorteil aus. Diese Form des »politischen Parallelismus« in Südkorea hat noch heute Auswirkungen auf politische Entscheidungen.7 Ebd. S. 4. Ab 1992 durften die Medien unter den progressiven Regierungen frei publizieren, ohne sich vom Staat bedroht zu fühlen. Die schwache Autorität der Regierungen gegenüber den Medien führte dazu, dass der politische Parallelismus in Verbindung mit dem beschleunigten Wachstumsverhalten des Marktes neue Interessensgruppen hervorbrachte. Besitzer von Medienhäusern und andere Vertreter der Wirtschaft gewannen zunehmend Einfluss auf die Berichterstattung. Was sich unter dem Präsidenten Kim Dae-Jung als eine regierungskritische Haltung der konservativen Leitmedien formierte, entwickelte sich unter seinem Nachfolger Roh Moo-Hyun zu einer regelrechten Hetzkampagne gegen den Präsidenten. 

Als der ehemalige Hyundai-Geschäftsmann Lee Myung-Bak 2008 Präsident wurde, änderte sich die Situation für die Medien abermals. Media Cross-Ownership, der Besitz mehrerer Medienunternehmen von einer Person oder Firma, wurde legalisiert, Mitglieder der Rundfunkkommission durch Mitglieder der Regierungspartei ausgetauscht, kritische Journalisten bestraft oder entlassen und der Anzeigenmarkt durch den Staat reguliert. Progressive Medien litten dadurch massiv unter Einnahmeverlusten. Die Freiheit für einzelne Journalisten war begrenzt, die Verflechtungen zwischen Wirtschaft, Politik und Medien förderten gegenseitige Abhängigkeit.8 Sa, Eun-Suk (2009). »The Press and Democracy in South Korea: A Survey of Print Journalists’ Opinions«, Asian Social Science, Vol. 5, No.6, 19-39. 

SYMBOL »SEWOL« 

Die Demokratisierung in Südkorea hat unter Park Geun-Hye keine Fortschritte gemacht. In den Medien wird Kritik an der Präsidentin unterdrückt oder bestraft, Medien werden manipuliert und Versammlungen oder Proteste teilweise durch massive Eingriffe der Polizei attackiert. 

Die Sewol ist ein Symbol in mehrerlei Hinsicht. Ulrich Beck, der den Begriff der »Risikogesellschaft« prägte, betont den Zustand des mangelnden Verantwortungsgefühls in Südkorea. Die Sewol habe die »Sündenbock«-Mentalität zum Vorschein gebracht, nach der die Verantwortung in einem Top-Down-Prozess auf Individuen abgewälzt wurde. Han Byung-Chul vergleicht den Untergang der Sewol mit dem zunehmenden Neoliberalismus in der Welt, der zur Folge hat, dass Werte wie Vertrauen und Bindung durch Transparenz ersetzt und durch Egoismus und Leistung zerstört werden. Die Hinterbliebenen der Sewol-Opfer und andere gesellschaftliche Aktivisten bilden einen Pol des Widerstandes gegen den Staat. Die gelbe Schleife ist ihr Zeichen der Hoffnung, der Nächstenliebe und der Rebellion gegen die Übermacht des Staates. Der investigative Journalismus ist Mittel bei der Suche nach der Wahrheit und nach gerechter Berichterstattung.

  • 1
    In diesem Artikel wird das generische Maskulinum der Originalübersetzung beibehalten.
  • 2
    Rhee, Cho, Song and Jung (2011). »South Korean Media System: Toward a Democratization Model«, Korean Social Science Review, Vol. 1, No. 1, 303-337. Sa, Eun-Suk (2013). »Distorted Democracy and Freedom of the Press under Capitalism« International Journal of Humanities and Social Science Vol. 3 No. 11, 161-171. 
  • 3
    Choi, Kihoon (2016). Vortrag bei der Veranstaltung »Die Wahrheit soll nicht untergehen: Südkoreas investigativer Journalismus im Aufwind« am 15. April 2016 in der Werkstatt der Kulturen.
  • 4
    Rhee, Cho, Song and Jung (2011). »South Korean Media System: Toward a Democratization Model«, Korean Social Science Review, Vol. 1, No. 1, 303-337.
  • 5
    Sa, Eun-Suk (2009). »Development of Press Freedom in South Korea since Japanese Colonial Rule«, Asian Culture and History, Vol. 1, No. 2, 3-17.
  • 6
    Schwitzer, Klemens (2010). Kulturelle Grundlagen der Medialisierung in Südkorea: Eine qualitative Studie am Beispiel der Fernsehnutzung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 84.
  • 7
    Ebd. S. 4.
  • 8
    Sa, Eun-Suk (2009). »The Press and Democracy in South Korea: A Survey of Print Journalists’ Opinions«, Asian Social Science, Vol. 5, No.6, 19-39.