»Schützt ihr die Rechte von Arbeitsmigrant*innen, schützt ihr auch eure eigenen Interessen.« Ein Interview mit Michel Catuira

Dieser Artikel wurde erstmals 2012 in der Printausgabe vom Korea Forum 21 veröffentlicht.

Am 1. Mai 2012, ausgerechnet am Tag der Arbeit, wurde der migrantische Gewerkschafter Michel Catuira aus Südkorea deportiert. Der ehemalige Präsident der MTU, der einzigen migrantischen Gewerkschaft Südkoreas, war mit einem Flug aus seinem Heimatland Philippinen am Incheoner Flughafen angekommen, wo ihn die Behörden trotz seines gültigen G1-Visums festhielten und schließlich am selben Tag wieder nach Manila auswiesen. Diese Vorgehensweise stellt einen letzten traurigen Höhepunkt in einer Serie von Repressionen gegen Catuira und seine Vorgänger der MTU dar (siehe dazu auch Hans Buchners Beitrag »MTU – Die Gewerkschaft der Wanderarbeiter« im Korea Forum 2011). Im Konkreten sollte Catuira auf diese Weise wohl daran gehindert werden, einem Gerichtsverfahren in Südkorea beizuwohnen, in dem über seinen Aufenthaltsstatus im Land entschieden werden soll. Im November vorigen Jahres, als Catuira sich noch in Korea aufhielt, trafen einige Mitarbeiterinnen des Korea Forums auf den Aktivisten und unterhielten sich mit ihm über die Situation der migrantischen Arbeiter*innen im Land und seine äußerst schwierige Gewerkschaftsarbeit.

Können Sie die migrantische Gewerkschaft bitte kurz vorstellen?
Obwohl wir eine Gewerkschaft von Migrantinnen sind, ist die MTU auch Mitglied des KCTU (Korean Confederation of Trade Union / Koreanischer Gewerkschaftsbund), wir sind nicht voneinander getrennt. Wir haben keine separate Industrie, da Arbeitsmigrantinnen in den Bereichen Produktion, Landwirtschaft und Fischerei beschäftigt sind. Wir sind Mitglied des Seouler Zweigs der KCTU. Wir teilen unser Büro mit der Ilban Nojo, der General Trade Union, und der IT Nojo, der IT Gewerkschaft. Die Ilban Nojo arbeitet mit uns zusammen, indem sie uns bei unseren Beratungsfällen hilft. Wenn wir arbeitsrechtliche Fälle haben, stellt sie Anwälte zur Verfügung. Sie ist äußerst hilfreich gewesen in ihrer Unterstützung von migrantischen Arbeiterinnen, wenn sie einen arbeitsrechtlichen oder aufenthaltsrechtlichen Fall vor Gericht bringen müssen.

Was für Aktivitäten führen Sie durch?
Wir bieten eine Vielzahl von Beratungsprogrammen an. Viele migrantische Arbeiterinnen kommen zu uns, weil sie Probleme am Arbeitsplatz haben oder weil sie ihren Arbeitsplatz wechseln möchten. Wir können ihnen dann Hinweise dazu geben, wie sie das am besten tun. Wir haben nicht immer zu 100 Prozent Erfolg, aber wir versuchen unser Bestes. Wir gehen die Probleme mithilfe des Rechts an, wir beschreiten den Rechtsweg. Wenn selbst das nicht hilft, führen wir auch Kämpfe durch. Wir gehen in die Fabriken, protestieren vor den Fabriken. Und wir organisieren auch Kampagnen. Es gibt ein wöchentliches Kampagnenprogramm, bei dem wir in die Gebiete gehen, in denen migrantische Arbeiterinnen konzentriert sind. Zum Beispiel gehen wir jeden ersten Sonntag im Monat ins Hyehwa-Viertel (das besonders bei philippinischen Migrantinnen beliebt ist), wo wir auf den Straßen Informations- und Bildungsarbeit durchführen, Beratungen anbieten und für unsere gewerkschaftlichen Aktivitäten werben.

Wie hat sich die Arbeit der MTU über die Jahre hinweg verändert?
Die MTU wurde im April 2005 gegründet – viele unserer Führungspersonen und Aktivistinnen waren undokumentierte Arbeitsmigrantinnen. Das hier (zeigt auf Bilder an der Wand) sind frühere Führende der ETUMB (Equality Trade Union Migrant Branch) und der MTU. Die ETUMB war die Gewerkschaft, die ursprünglich ins Leben gerufen wurde, aber koreanische Aktivistinnen mit einschloss, d.h. zuvor arbeitete man zusammen. Aber dann entschieden sich die Migrantinnen für mehr Unabhängigkeit. Ursprünglich war die Intention, eine größere Unabhängigkeit von den koreanischen Aktivistinnen zu gewinnen, und so gründeten sie eine gesonderte Gewerkschaft – die MTU. Im Moment haben wir ca. 400 Mitglieder. Unsere Mitgliederbasis betrug anfänglich 600. Bei den Sitzstreiks im Jahr 2003 hatten wir mehr Mitglieder als heute: Die Mehrheit der damaligen Mitglieder, nahezu 100 Prozent der Mitglieder damals waren undokumentierte Arbeiterinnen. Entweder wurden sie verhaftet (und abgeschoben) oder sie gingen freiwillig in ihre Heimatländer zurück, oder aber sie wurden inaktiv und versuchen nun, nicht aufzufallen und in ihren Betrieben ihrer Arbeit nachzugehen. Aber seit 2008 haben wir unseren Schwerpunkt mehr auf die Organisierung von EPS-Arbeiterinnen verlagert, da mehr als 50 Prozent der Arbeiterinnen in den letzten Jahren durch das EPS gekommen sind. Das war auch die Zeit, in der ich Mitglied der MTU wurde, und wir versuchten, Arbeiterinnen auf der Betriebsebene zu organisieren. An meinem Arbeitsplatz waren wir dreißig migrantische Arbeiterinnen, also führten wir dort ein Bildungsprogramm durch, boten Beratungssitzungen an und luden dann auch unsere Freunde ein, die in anderen Firmen arbeiteten. Auf diese Weise konnten wir Informationen über die MTU weiterverbreiten; dies auch, weil die Mehrheit der EPS- Arbeiterinnen, die nach Korea gekommen sind, nichts über die Bewegung der migrantischen Arbeiterinnen wissen. Sie wissen nicht einmal, warum das EPS eingeführt wurde; ihnen ist nicht bewusst, dass das EPS Resultat von Kämpfen undokumentierter Arbeitsmigrant*innen war.


*EPS = Employment Permit System – der Name des Regierungsprogramms, das im Moment die Arbeitsbewilligungen für migrantische Arbeiterinnen in Südkorea reguliert. Das EPS wurde 2004 eingeführt, nachdem das Berufsausbildungsprogramm, das zuvor die Integration von migrantischen Arbeiterinnen in den südkoreanischen Arbeitsmarkt regulierte, unter den Migrantinnen immer größere Widerstände hervorgerufen hatte.

Können Sie näher darauf eingehen, was das EPS bedeutet?
Die Konstruktion des EPS ist gewissermaßen ein Sklavenhandel zwischen Ländern. Wir können unseren Arbeitsplatz nicht frei wählen. Es gibt für uns offiziell nur vier gültige Gründe, unter denen wir unsere Verträge kündigen, d.h. den Betrieb wechseln können. Fällt etwas nicht unter diese Gründe, darf der Arbeitsplatz nicht gewechselt werden. Und man ist beschränkt auf maximal drei Arbeitsplatzwechsel. Aber die meisten migrantischen Arbeiterinnen wechseln den Betrieb drei Mal innerhalb eines Jahres, manchmal sogar innerhalb eines Monats. Denn die Arbeitsbedingungen in vielen Betrieben sind äußerst schlecht. Das Problem ist, wenn man seinen Arbeitsplatz mehr als dreimal wechselt, verliert man sein Visum. Das bedeutet, man wird zu einem undokumentierten Migranten, wenn man die Arbeitsbedingungen in einem Betrieb nicht aushalten kann und man im Rechtsprozess keinen Anspruch auf einen Arbeitsplatzwechsel hat. Die meisten migrantischen Arbeiterinnen müssen also entweder die schlechten Arbeitsbedingungen ertragen oder den Verlust ihres Aufenthaltsstatus in Kauf nehmen, oder aber in ihre Heimatländer zurückgehen. Die Mehrheit entscheidet sich dafür, undokumentiert zu werden, anstatt im Betrieb zu bleiben und dort weiter ausgebeutet zu werden. Dies ist ein weiterer Grund, warum die Population von undokumentierten Arbeitsmigrantinnen auf diesem Level bleibt – trotz des harten Durchgreifens (der Behörden); etwa hundert undokumentierte Arbeiterinnen werden pro Woche verhaftet. Und dennoch steigt die Zahl der undokumentierten Arbeiterinnen weiter an.
Dieses System, das EPS, ist nicht wirklich ideal. Die MTU war von Anfang an gegen dieses System, seit es eingeführt wurde, auch wegen der Restriktionen hinsichtlich der Arbeitsplatzsuche; der Restriktionen hinsichtlich der kurzen Zeit, die man hier arbeiten kann. Dies alles sind Gründe, warum das EPS nicht wirklich gut ist, obwohl es hieß, wir seien nun durch das Arbeitsrecht geschützt.


Es gibt doch auch Vorurteile von koreanischen Gewerkschaftsmitgliedern gegenüber Arbeitsmigrantinnen: »Sie nehmen unsere Arbeitsplätze weg« usw. Wie gehen Sie damit um?
Die wenigen Rechte und der geringe Schutz, den wir haben, macht es einfacher, uns auszubeuten, und so werden wir billiger im Vergleich zu koreanischen Arbeiterinnen. Es stimmt, sie schaffen eine Konkurrenzsituation zwischen koreanischen und migrantischen Arbeiterinnen. Und gerade deswegen – so unsere Argumentation – geht es nicht darum, migrantische Arbeiterinnen loszuwerden, denn ihr würdet nicht ohne uns auskommen, sondern ihr müsst die Arbeitsstandards, nach denen wir behandelt werden, auf euer Level anheben, denn dann gäbe es einen fairen Wettbewerb. Das heißt also auch, wenn ihr die Rechte von Arbeitsmigrantinnen schützt, schützt ihr auch eure eigenen Interessen. Denn wir können als Druckmittel eingesetzt werden: »Weil sie billiger sind, werden wir migrantische Arbeiterinnen einstellen.« Das stimmt tatsächlich, wir sind der Auffassung, dass sie einen unfairen Wettbewerb kreieren.
Aber selbst wenn die Arbeitsstandards für uns angehoben würden, wird es koreanische Arbeiterinnen geben, die nicht in die Industrien gehen, in denen wir arbeiten, denn die dortigen Arbeitsbedingungen sind schlecht und die Art der Arbeit kann manchmal sehr gefährlich sein.

Was sind Ihre Gedanken, wenn Sie Gewerkschaftsaktivistinnen aus Deutschland treffen?
Ich denke, sie waren sehr effektiv, was die Organisierung von migrantischen Arbeiterinnen angeht. Ich habe deutsche Gewerkschafterinnen getroffen, sie kamen zu einem Besuch zu uns und haben mir über die Erfahrungen von migrantischen Arbeiterinnen in Deutschland erzählt, die die Möglichkeit hatten, den dortigen Gewerkschaften beizutreten. Sie berichteten, dass sie die gleiche Anerkennung genießen, im Gegensatz zu uns hier in Korea. Obwohl wir in einer Gewerkschaft sind, werden wir immer noch von koreanischen Mitgliedern diskriminiert. Eine Kritik, die ich habe: wenn sie (die koreanischen Gewerkschafterinnen) uns sehen, denken sie an einen zu bemitleidenden oder hoffnungslosen Fall. Wir sind lediglich auf der Empfängerseite: »Sie brauchen Schutz, sie brauchen Hilfe, wir müssen für ihre Rechte kämpfen.« Auf diese Art und Weise sind wir immer noch von der Mehrheitsgesellschaft getrennt. Sie denken, dass sie eine gewisse Position innehaben und wir keine. Für mich ist das ein Ausdruck von Diskriminierung, das ist keine Anerkennung. Sie sehen uns als jemanden, der Hilfe benötigt, und glauben, wir könnten es nicht allein schaffen. Das ist etwas, was wir verändern wollten, deshalb haben wir die MTU gegründet.
Es ist ja nicht so, dass nur ihr euch für uns engagiert oder uns helft, sondern wir leisten ebenfalls unseren Beitrag zu dieser Gesellschaft. Das ist auch ein Grund, warum sich die MTU als Gewerkschaft an Arbeitskämpfen von koreanischen Arbeiterinnen beteiligt, z.B. an den »Hoffnungsbussen«, also bei den Aktionen gegen Hanjin. Wir beteiligen uns an jeder Art von Kampf, an denen wir partizipieren sollten; wir machen es zu unserem Grundsatz, dass wir uns an jeder Art von Demonstration, die die koreanischen Arbeiterinnen halten, beteiligen, z.B. Demos für die Einführung eines Mindestlohns etc. Das ist nicht einfach nur ‚um Hilfe bitten‘, sondern ‚an der Gesellschaft teilhaben‘. Wir möchten sie wissen lassen, dass auch wir unseren Beitrag im Kampf für die Rechte von koreanischen Arbeiterinnen leisten können.

Seit 2005 sind viele migrantische Führungspersonen abgeschoben worden oder sie wurden zur Zielscheibe der Regierung, sobald sie an die Spitze der MTU kamen. Nach drei oder vier Monaten wurden sie verhaftet und abgeschoben. Wie sind Sie mit diesem Risiko umgegangen, als Sie gewählt wurden?
Ich habe diese Position im Juli 2009 übernommen. Anfangs bin ich als einfaches MTU-Mitglied aufgetreten, habe ihnen gesagt, dass ich keine Position habe. Und ich habe ihnen nicht einmal meinen Namen genannt. So ging es einige Monate. Aber dann kam der G20-Gipfel und die Repressionen begannen. Wir mussten kämpfen und mussten unseren Kampf sichtbarer werden lassen, um ihm mehr Durchschlagskraft zu verleihen. Als wir dann also meine Position offenlegten, ging es los mit den Ermittlungen. Als erstes begann es mit der Polizei. Die Polizei durchleuchtete meine Aktivitäten. Sie sprach mit der philippinischen Botschaft: »Was ist seine Kontaktnummer? Wo arbeitet diese Person? Was sind seine Aktivitäten?« – solche Dinge. Sie fragten nach meiner Adresse; die Botschaft weiß so etwas nicht, also konnten sie auch keine Hinweise liefern. Danach begann das Arbeitsministerium gegen mich zu ermitteln. Zu diesem Zeitpunkt war ich in einer Firma beschäftigt, aber damals waren wir lange von der Arbeit freigestellt, so dass ich sehr viele Aktivitäten leiten konnte. Also untersuchten sie das, fanden aber kein Problem. Anfangs dachten sie noch, dass es sich um eine Scheinbeschäftigung handele. Nachdem sie aber nichts Unrechtes gefunden hatten, nahm nun die Einwanderungsbehörde im Dezember ihrerseits Ermittlungen auf. In dieser Zeit warfen sie uns vor, ich hätte mein Beschäftigungsverhältnis fingiert, was absolut nicht wahr ist. Wie dem auch sei, im Februar erklärten sie mein Visum für ungültig. Ich ging vor Gericht und wir gewannen den Fall. Wir beantragten die Wiederinkraftsetzung des Visums. Sie weigerten sich. Wir gingen wieder vor Gericht, diesmal waren es zwei Fälle, die wir vor Gericht brachten. Im einen ging es um die Verhinderung meiner Verhaftung und Abschiebung. (Ich gewann, aber) sie lehnten ab. Wir brachten den zweiten Fall vor Gericht, den wir ebenfalls gewannen. Und trotzdem habe ich immer noch kein Visum, bis heute weigern sie sich, mir das Visum auszustellen. Es ist alles wirklich ziemlich praktisch für sie. Denn mein Visum würde im Februar ablaufen, das heißt in einigen wenigen Monaten. Und sie wollen mir partout kein Visum geben.

Also übt sich die Behörde im Nichtstun und hofft darauf, dass die Zeit gegen Sie arbeitet? Glauben Sie, das ist eine Art psychologischer ‚Kriegsführung‘, um Sie in die Knie zu zwingen oder so?
Ja vielleicht, aber mittlerweile sollten die wissen, dass sie das nicht nutzen können, um mich zu brechen.

Warum nicht? Ihre Situation ist ziemlich schwierig, oder nicht?
Die haben meine Aktivitäten während des Sitzstreiks gesehen, als ich in einen einmonatigen Hungerstreik getreten bin. Sie wissen, wie unbeugsam ich sein kann. Es trifft mich schon, aber ich denke, es gibt Wichtigeres, als die Frage, wie ich mich fühle. Ich tue das, weil es hier nicht einfach nur um mich geht; es geht um die Zukunft von migrantischen Arbeiterinnen. Und die Zukunft von migrantischen Arbeiterinnen schließt meine Familie mit ein. Ich komme aus einer Familie von Arbeitsmigrantinnen. Meine Tante, mein Vater, alle sind ins Ausland gegangen, um zu arbeiten. Vier meiner Tanten leben in Wien, ich habe zwei weitere Tanten in Österreich, ich habe Cousins in den USA und überall in der Welt. Ich habe Cousins in Ländern so weit weg wie Nigeria. Es ist also nicht so, dass ich hier irgendwelche Phantasien hege, dass ich jemand total Wichtiges sei oder etwas vollbringe. Ich mache das, weil ich sehen kann, wie es meine Familie betrifft und wie es sich auf die Zukunft meiner Familie auswirken könnte. Sogar meine Nichten heutzutage… wir gehören immer noch der unteren Klasse an. Wir müssen arbeiten, wir müssen ins Ausland gehen. Und es besteht die Tendenz, dass meinen Nichten ebenfalls die gleiche Zukunft zuteil wird, und ich möchte nicht, dass sie die gleichen Dinge erleiden, die wir jetzt durchmachen.

Warum haben Sie sich anfangs entschieden, nach Korea zu kommen?
Ich hatte keine andere Wahl. Eigentlich wollte ich gar nicht hierher kommen. Als ich mich bei der philippinischen Arbeitsbehörde registriert habe, konnte ich drei Länder angeben, in die ich gehen würde. Ich listete auf: USA, Kanada und als drittes Korea. Hätte es andere Optionen gegeben, wo ich hätte Arbeit finden können, hätte ich nicht Korea gewählt. Denn die Sprache ist doch sehr anders. Der Grund, warum ich die USA und Kanada angegeben hatte, ist, weil dort Englisch gesprochen wird. Aber ich hatte keine andere Wahl, denn zu dem Zeitpunkt war Korea das einzige Land, das Arbeitsmigrant*innen offenstand. Und es war ziemlich billig, hierher zu kommen. Die Gelegenheit war da, und ich ergriff sie. Es ist besser, irgendwo hinzugehen, als ohne Arbeit im eigenen Land zu bleiben.

Die Fragen stellten Han Nataly Jung-Hwa, Rebecca Sumy Roth, Shin Hyo-Eun und Young-Sook Choi-Rippel. Übersetzung aus dem Englischen von Shin Hyo-Eun.